00:00:07: Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuschauer zu einer neuen Folge von Chefsache.
00:00:11: Was landet eigentlich täglich auf unserem Teller?
00:00:14: Und wer sorgt Tag für Tag dafür dass überhaupt dieser Teller gefüllt ist?
00:00:19: Weltmarktpreise Wetterextreme und letztendlich auch Bürokratie setzen die Landwirtschaft zunehmend Unterdruck.
00:00:26: heute sprechen wir über den Status und den Ausblick der regionalen Landwirtschaft.
00:00:32: Die Bezugs- und Absatzgenossenschaft Allgäu Oberschwaben Kurz BAG ist mit neunzehn Standorten, rund dreihundertfünfzig Mitarbeitenden und einem Umsatz von etwa einhundertzwanzig Millionen Euro eine der prägenden genossenschaftlichen Strukturen der Region.
00:00:47: Für die Landwirtinnen und Landwirte in Oberschwaben ist sie weit mehr als ein Abnehmer – Sie bündelt Marktmacht, organisiert Beschaffung und Vermarktung und gibt einzelnen Betrieben Zugang zu Technik und Know-how dass sich ein einzelner Hof allein kaum leisten könnte!
00:01:02: Gleichzeitig steht die Landwirtschaft selbst vor einem tiefgreifenden Wandel.
00:01:07: Weltmarkt und Geopolitik wirken bis auf den einzelnen Acker, Wetterextreme verändern den Anbau, Bürokratie kostet Zeit und Nerven und während kleinere Höfe verschwinden hält gleichzeitig Hightech-Einzug in Ställe und Felder.
00:01:22: Und ich begrüße ganz herzlich im Chefsache Studio Stefan Neitel.
00:01:27: Sie sind Vorstandsvorsitzender der BAG Allgäu Oberschwarm.
00:01:30: Schön dass ihr hier seid!
00:01:31: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:32: Ja, wir sprechen über die regionale Landwirtschaft.
00:01:35: Mal direkt gefragt wie geht es denn
00:01:37: aktuell?
00:01:38: Der regionalen Landwirtschaft geht schon gut auch wenn dieses Jahr natürlich das extreme Wetter schon für ein bisschen Stress gesorgt hat aber der Regionallandwirtschaft in Oberschwaben geht es gut da würde ich mir jetzt keine Sorgen machen.
00:01:52: Und die BRG tut ja übrigens dazu, dass wir auch die Landwirte unterstützen und dass man in dieser Stresssituation jetzt auch ein bisschen
00:02:02: unterstützt.
00:02:03: Helfen Sie uns mal zu verstehen was genau ist denn der Job der BRG im Kontext der Landwirtschaft?
00:02:09: Die BRG ist eine reifeisen Genossenschaft.
00:02:12: das BRG steht für Bezugs- und Absatzgenossenschaft.
00:02:15: Dieses Jahr haben wir uns noch einmal ein paar Jahre in der Landwirte gearbeitet.
00:02:21: Wir sind natürlich Partner der Landwürde, wir haben einen Agrarhandel und Energiehandel.
00:02:26: Wir haben Baustoffe, wir machen unsere Technik mit Werkstätten und auch unseren Einzelhandeln.
00:02:32: Damit versorgen wir in erster Linie die Landwirter aber auch die Privatgründen.
00:02:37: Und der Vorteil für die Landwirt ist dann welcher ganz genauer Zusammenarbeit mit ihnen?
00:02:41: Auf der einen Seite können natürlich die Landwierter bei uns ihre Materialien Beziehen, sowas wie Dünger, Pflanzenschutz, Futtermittel.
00:02:51: Dann aber auch im technischen, wir haben mittlerweile sechs Werkstätten wo der Landwirt mit seinen Maschinen und Problemen oder technischen Defekten zu uns kommt.
00:03:02: Reparieren wir helfen wir und er kann natürlich auch neue Maschine bei uns kaufen sowie auch seinen Diesel bei uns kaufen.
00:03:08: Nun gibt es ja mal Probleme die der Landwirtschaft bisweilen hat wo ihr nichts dafür könnt um das mal so zu sagen.
00:03:14: also wenn man jetzt zum Beispiel über diesen extremen Sommer sprechen.
00:03:18: Was sagt denn der Landwirt nach einer solchen Episode, wie wir sie jetzt in diesem Jahr erlebt haben?
00:03:23: Sagt ihr mir mal, das ist halt so, das Wetter oder war es schon in der Tat ungewöhnlich gewesen?
00:03:29: Also dieses Jahr war's in der tat schon ungewönlicher.
00:03:33: Normalerweise ist ja unsere Region also Allgäu und Oberschwaben mit Niederschlag gesegnet.
00:03:39: Und wenn es dann bei uns zu trocken ist, weißt du eigentlich was los ist.
00:03:43: Das war jetzt dieses Jahr so Und der Landwirt hat es natürlich hier schon eine Stresssituation, die nicht jedes Jahr kommt.
00:03:54: Wie gesagt auch wir versuchen jetzt hier Abhilfe zu schaffen, versuchen Futterkomponenten auch zu handeln, die der Landwirte bisher vielleicht bei uns gar nicht nachgefragt
00:04:02: haben.
00:04:02: Was heißt das ganz genau?
00:04:03: Futter-Komponenten!
00:04:04: Zu
00:04:04: handeln?!
00:04:05: Ja.
00:04:05: Was bedeutet das?
00:04:06: In
00:04:06: erster Linie ist es ja so, dass dieses Jahr zu trocken und es fehlt an Futter... Das Gras zum Beispiel ist jetzt nicht mehr so gewachsen.
00:04:16: Im Landwirt fehlt Grundfutter, Grundfutter um seine Tiere in erster Linie bei uns in der Region natürlich Milchvieh zu versorgen.
00:04:23: und jetzt hat er zwei Möglichkeiten entweder er gibt Tiere ab damit das Futter reicht oder er kauft Futter dazu.
00:04:30: und hier gehen wir jetzt momentan auch die ersten Schritte dass man Rohfutterkomponenten handeln.
00:04:37: das war eigentlich so die letzten Jahre gar nicht notwendig.
00:04:42: Also das bedeutet auch, dass die BRG sich letztendlich in einem Markt bewegt der ja auch sehr flexibel ist aber auch volatil und letztendlicher auch ein schnelles Reaktionsvermögen erfordert.
00:04:55: Kann man sich das so vorstellen, dass eine regionaler Landwirt oder auch die BRGM abhängig ist davon was so auf dem Weltmarkt passiert?
00:05:03: Also ganz klar wir sind abhängigt vom Weltmarkt.
00:05:06: es merkt mein erster Linie bei dem Getreidepreis.
00:05:09: Beim Getreidepreis ist es so, da hat der regionale Anbau oder auch den Anbau in Deutschland erst mal gar keine Auswirkungen auf die Preisgestaltung.
00:05:18: Da ist es tatsächlich so...
00:05:20: Was ja eigentlich auch hart ist!
00:05:21: Man muss hier sagen du hast ganz andere Kostenstrukturen auch hierzulander als jetzt vielleicht andere Länder beispielsweise haben?
00:05:29: Auf alle Fälle, aber dennoch ist das so dass der Weizen-Preis Börsen notiert Und die Börse reagiert dann, wenn auf dem Weltmarkt irgendwas ist.
00:05:37: Also sprich wie es das Wetter in den USA oder in Australien baut Moskau oder sprich Russland mehr Weizen an oder weniger kauft China ein?
00:05:47: Oder nicht?
00:05:48: Wie ist der Krieg in der Ukraine?
00:05:49: Das sind die Faktoren, die auf den Weizenpreis in erster Linie einbrasseln und dann reagiert die Böse.
00:05:56: Der Anbau regional
00:05:57: macht
00:05:58: da gar nichts aus dazu
00:06:00: Aber trotzdem hängst du ja am Ende dran.
00:06:02: Also wie kann man dann am Ende eine Entwicklung kompensieren, die nicht unbedingt dem eigenen Geschäft zuträglich ist?
00:06:10: Besteht überhaupt eine Chance?
00:06:12: Ich sage mal, bei den Geschehnissen wird es natürlich schon schwierig.
00:06:14: Wir versuchen auch hier unsere Rolle wahrzunehmen gut zu handeln, das zu handelen was der Landwirt braucht aber wir versuchen uns natürlich auch deutlich breiter aufzustellen.
00:06:23: wie gesagt jetzt sehen wir auch gerade die Notwendigkeit aufgrund des Wetters zu reagieren und ich denke dass ist schon wichtig für uns als Unternehmen in dem Moment das zu erkennen darauf zu reagiert um dann auch hier sag ich mal auch ein Geschäft machen zu können.
00:06:39: Wenn wir über die BRG sprechen, wir haben es vorhin im Einspielfilm gesehen.
00:06:43: Dreihundertfünfzig Meter beitrnde, dann Unser Zulum von Hundertzwanzig Millionen Euro.
00:06:50: Ist das Geschäft stabil?
00:06:52: Wächstes, stagniertes oder fällt es gar?
00:06:56: Unser Geschäft ist stabil.
00:06:58: Wir sind durch unsere fünf Spaten sehr breit und damit auch sehr divers aufgestellt.
00:07:05: Aufgrund unseres Vertriebs den wir, sag ich mal eigentlich immer ein bisschen weiter ausbauen merken wir auch dass mir immer ein wenig mehr eigentlich für unsere Zahlen tun können.
00:07:15: Es wächst und was aber gerade in so einem Jahr wieder einmal sich gezeigt hat was unwahrscheinlich gut ist für uns das wir so breit aufgestellt sind habe ich einen Problem.
00:07:26: der einen sparte naja ist die andere sparte vielleicht momentan einfach ein bisschen besser gestrickt und so kann ich auch immer mal ausgleichen.
00:07:33: Diversifikation ist ein Thema.
00:07:35: Man hört ja oft auch aus dem Bereich der Industrie, Internationalisierung ist auch wichtig.
00:07:39: Gibt es da überhaupt eine Chance dafür auf einem internationalen Paket zu spielen oder tut ihr das so und sowieso?
00:07:46: Also wir als BRG nicht!
00:07:48: Wir sind ein regionaler Partner.
00:07:50: Wir sind mit unseren jetzt neunzehn Standorten die man haben.
00:07:55: im ober-schwebischen, hauptsächlich im Landkreis Rabensburg zuhause ein bisschen in Bayern angrenzen zu Biberach und jetzt haben wir auch noch dieses Jahr zwei Standorte Richtung Schwarzwald und einen Richtung Schwäbische Alp.
00:08:07: Aber da haben wir international erstmal wenig Auftrag sondern wir versuchen regionalem Guter Partner zu sein den Landwirt und die Kunden regional zu bedienen, auch wenn wir wie schon vorhin genannt so ein bisschen von der Preisgestaltung international schon immer mal betroffen sind.
00:08:22: Was
00:08:23: ist denn der Vorteil dieser genossenschaftlichen Organisationsstruktur für die Landwirte in der Region?
00:08:29: Die Genossenschaft ist ja eigentlich ein sehr interessanter Baustein.
00:08:33: also wir selber sind Landwirte haben sich zusammengetan und haben gesagt, wir bündeln uns um auf dem Markt ein bisschen mehr Marktmacht ausspielen zu können.
00:08:44: Ob im Verkauf vom Getreide oder auch in Bezug von Dünger und sonstigen.
00:08:50: Und heutzutage ist das Modell schon... es hat sich natürlich ein bisschen geändert über die Jahre.
00:08:58: Dennoch ist der Grundgedanke immer noch fest in uns verankert nämlich was einer nicht schafft schaffen viele zusammen.
00:09:04: Das wollen wir auch weiter ausspilen.
00:09:06: Was heißt Genossenschaft?
00:09:08: Letztendlich gibt es ja Bürger, die Anteile kaufen können.
00:09:12: Und bei uns ist das auch nicht nur auf die Landwirtschaft zugeschnitten sondern auch der Privatmann kann Mitglied bei uns werden.
00:09:20: Der kauften Anteil ist Mitglied in der Genossenschaft und hat dann die Chance einmal jährlich in der Generalversammlung wirklich sich informieren zu lassen mit einzuwirken.
00:09:29: große Entscheidungen bedarf es oftmals der Zustimmung Und so kann eigentlich der Kunde selbst auch ein bisschen mit einwirken.
00:09:37: Dann gibt es den Aufsichtsrat, der das Tun des Vorstandes überwacht und auch der Aufsichtrat wird aus den Mitgliedern gewählt.
00:09:45: Und dann gibt's den Vorstand, der letztendlich für das operative Geschäft verantwortlich ist.
00:09:51: Also die Philosophie ist vor allen Dingen regionale Wertschöpfung zu erzielen und auch die Verantwortung sozusagen in der Region zu lassen.
00:09:59: und gibt es aber auch Themen mit denen sie konfrontiert sind, wo Sie ja im Prinzip nichts dafür können.
00:10:04: Sondern andere im Zweifelsfall in Europa.
00:10:07: also sprich wir sprechen über das Thema Bürokratie.
00:10:11: Was schlägt da bei der regionalen Landwirtschaft auf?
00:10:14: Mal ganz konkret als Beispiel.
00:10:16: Also Bürokrate ist wirklich ein Thema.
00:10:19: des erschwert unwahrscheinlich den Alltag auch die regionale Wertschöpfung.
00:10:27: Bürokratie ist ja nicht ein Ding, wo ich sage das kann ich jetzt abstellen und dann funktioniert es.
00:10:33: Büro gratis sind ganz viele kleine Schritte die aber unnötig und stören sind.
00:10:40: Also war ein Beispiel.
00:10:41: was können wir sagen?
00:10:41: In der Landwirtschaft ist das Beispiel die Dokumentation.
00:10:45: also der Landwirt muss die Ausbringung vom Dünger dokumentieren pro Kultur, pro Schlag und auch für den ganzen Betrieb.
00:10:52: das ist zweimal das ist dreimal gemacht.
00:10:55: Im Privaten gibt es auch viele Beispiele.
00:10:57: Ich denke jetzt gerade daran, wenn ich zum Arzt gehe muss sich ein Stammdatenblatt ausfüllen und wenn nicht weitergeschickt wird, muss ich bei der nächsten Instanz auch das Stamm-Datenblat ausfühlen.
00:11:05: Und ein konkretes Beispiel wo bei mir erst neulich aufgeschlagen ist möchte ich tatsächlich einmal aussprechen des Transparenzregister.
00:11:13: Viele kennen's nicht.
00:11:14: Es stehen die wirtschaftlichen Akteure eines Unternehmens sind hier geführt.
00:11:19: selbstverständlich steht auch Auch mein Name da drinnen, als wirtschaftlich berechtigter der BAG.
00:11:25: Und jetzt brauche ich für eine Bank ein Ausdruck von dem Transparenzregister.
00:11:30: Jetzt muss sich aber selber einen Antrag stellen, dass ich meine Daten selber abrufen darf nachdem ich der wirtschaftliche Berechtigung bin.
00:11:38: Darf ich den Antrag aber selbst stellen und unterschreiben?
00:11:42: Fällig unnötig in meinen Augen.
00:11:43: Und das sind lauter so kleine Schritte, wo du unwahrscheinlich ausgebremst wirst.
00:11:48: Sie haben jetzt natürlich schon auch Macht gebündelt in der BAG?
00:11:51: Haben sie denn die Möglichkeit was an diesen Umständen zu ändern?
00:11:55: oder ist letztendlich die Devise?
00:11:57: müssen wir irgendwie mit erarbeiten und umgehen?
00:12:01: An der Bürokratie selber glaube ich haben wir wenig Einfluss drauf.
00:12:06: Ich glaube, da sehe ich eigentlich für uns gar kein Auftrag irgendwas zu ändern.
00:12:09: Nein wir versuchen das anzunehmen.
00:12:11: Es ist aber schon so dass wir es auch ein bisschen kritisch sehen weil die Vorgaben werden immer enger und schwieriger und Dinge die vor zwanzig dreißig Jahren gut funktioniert haben auch wirtschaftlich gut funktioniert haben kommen dann ihre Grenzen weil du heutzutage enorm eigentlich mit Vorgaben konfrontiert bist und dafür viel mehr Kosten aufbringen muss.
00:12:33: Es gibt ja auch offensichtlich Anzeichen dafür, dass einige nicht mehr bereit sind das mitzumachen.
00:12:38: also wirtschaftlich bleibt nicht mehr so viel hängen Und der Aufwand ist ebenfalls gestiegen.
00:12:43: Stichwort Höfestärben.
00:12:45: Kann man tatsächlich von einem Höfe sterben?
00:12:47: Auch hier jetzt beispielsweise in die Region sprechen oder ist es nicht der Fall?
00:12:52: Doch in der Tat der Strukturwandel lässt sich jetzt nicht leugnen.
00:12:55: wenn wir auch die Zahlen anschauen.
00:12:58: Ich habe jetzt die Zahl.
00:12:58: vor ungefähr zwanzig Jahren, ich sage mal rund um zweitausend, gab es in Baden-Württemberg noch über siebzigtausend landwirtschaftliche Betriebe.
00:13:08: Heutzutage sind's ein bisschen über dreißigtausende.
00:13:10: Das heißt, fünfzig Prozent haben mit Sicherheit aufgehört.
00:13:14: Damals war die durchschnittlich landwirtschaftlichen Fläche zwanzich Hektar.
00:13:18: heute ist sie ungefähr achtunddreißig Hektare, die bewirtschaftet wird.
00:13:22: Also wenn wir das anschauen, ja dann sehen wir.
00:13:24: Strukturwandel ist da kleine Betriebe hören immer mehr auf und ein Punkt ist natürlich die Vorgaben gelten für einen kleinen Betrieb genauso wie für großen.
00:13:34: Das heißt ich muss auch hier Ressourcen reinnehmen.
00:13:37: Dann komme ich an wirtschaftliche Grenzen und dann ist so ein Geschäftsmodell irgendwann einfach nicht mehr aufrecht zu erhalten.
00:13:44: Was bedeutet denn das unter dem Strich für die regionale Versorgung?
00:13:47: Also es ist ja im Prinzip eine ganze Einwährechnung, vorher hattest du mehr, die mehr gemacht haben und jetzt hast du weniger, die weniger machen.
00:13:53: Heißt das am Ende, dass zu Engpässen kommen kann auch in der Region was landwirtschaftliche Erzeugnisse angeht?
00:14:01: Nein, das würde ich jetzt nichts sagen.
00:14:02: Engpässe sehe ich da nicht weil natürlich momentan schon andere zukunftsfähige Betriebe auch dann diese Flächen mit reinnehmen.
00:14:09: Die wenigsten Flächen liegen brach, wenn man sagt es ist keiner der das übernimmt.
00:14:13: Das nicht.
00:14:14: aber ich glaube schon dass sich einfach unsere Landschaft oder unsere strukturenen Dörfern ein bisschen verändert.
00:14:20: Inwiefern?
00:14:22: Landwirtschaftliche kleine Gebäude werden mit Sicherheit anders genutzt.
00:14:26: Ich sag mal Richtung Wohnbau wird dann doch einiges gemacht und das prägt natürlich dann auch das Bild in unseren Dörfern.
00:14:33: Und ich glaube, dass merken wir schon.
00:14:35: die guten Betriebe gehen auch aus den Dörfern oder die zukunftsfähigen Betrieben müssen aus dem Dörfer raus damit sie Platz haben, damit sie auch natürlich wachsen können für die Zukunft Und in den Dörfern wird das dann zunehmend verschwinden.
00:14:49: Wenn ich jetzt zur BRG schaue, auch so ein Thema vor dreißigvierzig Jahren haben wir noch Most-Obs selber in die Kellnereien gemacht ist heutzutage auch gar nicht mehr der Fall und haben diese Gebäudehülle noch und kommen hier aber mittlerweile auch an unsere Grenzen.
00:15:04: Stichwort Zukunft.
00:15:05: darüber möchten wir gleich im zweiten Teil dieser Sendung sprechen denn auch da tut sich unfassbar viel was Hightech untergleichen angeht.
00:15:13: in der Landwirtschaft liebe Zuschauerinnen Seien Sie gespannt gleich im zweiten Teil.
00:15:16: Hier bei Chefsache geht es weiter mit Stefan Leitel von der BAG.
00:15:23: Und damit herzlich willkommen zurück, liebe Zuschauer hier bei Chefssache!
00:15:26: Wir sprechen über die regionale Landwirtschaft und zu Gast dem Studio ist Stefan Leitler erst Vorstandsvorsitzender Der BAG Allgäu-Oberschwaben.
00:15:34: Was wir aus dem ersten Teil mitnehmen, der regionalen Landwirtschaft Geht's insofern gut?
00:15:39: Allerdings ist sie unter Druck, sie isst aber nicht hoffnungslos.
00:15:43: Ehrlicherweise muss man auch sagen, weil sich technologisch einiges im Hintergrund tut.
00:15:47: Was ganz genau?
00:15:48: Also wenn man jetzt an so einem Feld vorbei fährt scheint ja für einen Außenstehenden sich wenig getan zu haben.
00:15:54: du siehst Landwirt da auf seinem Trecker sitzt und dann eben seine Runden fährt auf dem Feld.
00:16:01: In der Tat das ist vielleicht jetzt für einen Verbraucher erst mal gar nicht zu erkennen aber es tut sich technologically unwahrscheinlich viel Wenn wir die Schlepper anschauen.
00:16:09: hier werden alle moderner.
00:16:10: heutzutage ist man, sage ich mal mit einem einfachen Schraubenzieher auch nicht mehr in der Lage den Traktor zu reparieren.
00:16:17: Über
00:16:17: dem Privatauto?
00:16:18: Genau!
00:16:19: Es braucht Analysegeräte es braucht ein Laptop und wir haben den Fehler zu finden.
00:16:23: Auch von einer Bewirtschaftung her viel Technik die eingesetzt wird Maschinensteuerungen über GPS-Längssysteme Teilbreitenschaltung bis hin zur Drohnentechnologie wo Einzucker hält
00:16:35: Drohne was machen sie beispielsweise
00:16:37: Mit der Drohne kann ich mittlerweile in ganz kleinen Teil der Bewirtschaftung schon übernehmen.
00:16:43: Also die BAG selber betreibt auch ein Versuchsfeld, eine Bad Walzee wo wir auch dreißig Getreides hatten und und selber bewirtschaften.
00:16:56: Da ist es auch so, dass man mit der Drohne schon ein bisschen untersaat ins Getreide ausgebracht haben.
00:17:01: Heißt da bin ich das Bild jetzt im Kopf ab?
00:17:03: Die Drohnen fliegt rüber und lässt dann irgendwelche Samen fallen?
00:17:07: Ganz genau!
00:17:07: Also sie streut das Saat gut alles GPS gesteuert.
00:17:12: Das heißt tatsächlich fliege dann einfach die Drohna über das Feld und bringt das Saad gut aus.
00:17:17: Das sind so die ersten kleinen Dinge, die passieren.
00:17:20: Warum?
00:17:21: Was bringt das eigentlich?
00:17:23: Der Landwirt selber muss gar nicht mehr in den Bestand reinfahren.
00:17:26: Ich kann mit der Drohne fliegen zum optimalen Zeitpunkt, sprich wenn der Boden auch noch ein bisschen feucht ist ich aber mit dem Traktor eventuell doch sage ich mal den Boden schon ein bisschen eine Mitleidenschaft ziehen würde und dahin gehen passiert doch mittlerweile in der Technik sehr viel.
00:17:43: Man hört sich auch immer wieder von Daten, Datendaten.
00:17:45: Also sprich wenn du viele, viele Daten hast dann erlaubt es dir auch einen gewissen Vorsprung zu haben vor anderen.
00:17:51: welche Rolle spielen Daten mittlerweile?
00:17:53: Also in der Tat doch in der Landwirtschaft.
00:17:55: ja ich denke jetzt gerade an den Melkroboter.
00:17:58: Der Melkrobotter liefert auch Daten der jeweiligen Kuh.
00:18:02: damit muss sich das Landwirt auseinandersetzen Damit er auf seine Kuh einwirken
00:18:05: kann.
00:18:07: Auch das, um das noch mal ganz konkret zu verstehen.
00:18:09: Es kommt jetzt eine Kuh und nennen wir sie Elsa.
00:18:11: die kommt zum Melken und dann erkennt der Roboter das ist die Elsa?
00:18:15: Ganz genau,
00:18:16: er erkennt die Elsa.
00:18:16: Er liegt
00:18:17: sozusagen das gesamte Profil von der Elsa.
00:18:19: Richtig!
00:18:20: Dann wird natürlich gemolken.
00:18:22: Das heißt in diesem Moment nimmt der Melkroboter enorm viel Daten auf Milchmenge, Zustand... Und all diese Daten kriegt der Landwirt natürlich dann in seinen PC geliefert sag ich jetzt mal.
00:18:36: Und damit muss sich der Landwirt auseinandersetzen, um auf sein IQ und Bestand einwirken zu können.
00:18:42: Geht es Ihnen gut?
00:18:42: Liefern Sie die entsprechende Milchmenge?
00:18:45: Es ist ja schon auch spannend inwiefern das gesamte Berufsbild sicher verändert.
00:18:50: Also sprich all das was du technologisch machen kannst erfordert ja auch wirklich dass wir auch die Kompetenz dir angeeignet hast.
00:18:58: Ist das eine große Herausforderung, dass sich im Prinzip auch strukturell der gesamten Berufsstand verändert.
00:19:05: Ich würde es schon so sehen, der Landwirt ist immer mehr auch Datenmanager.
00:19:10: Also in unterschiedlichsten Bereichen jetzt nicht nur im Bereich Melkroboter, Maschinenpark, Spurführung, Lenkaussistenten, Maschinesteuerungen das sind alles Daten mit denen sich der Landwirte eigentlich auseinandersetzen muss.
00:19:24: Sie haben von einem Versuchsfeld gesprochen?
00:19:27: Warum haben sie einen Versuchs-Feld?
00:19:29: Wir betreiben selber ein Versuchsfeld auch erst seit vier Jahren, warum?
00:19:33: Weil wir in der Region dann auch Sorten vorstellen können.
00:19:37: Ein bisschen neue Sorten auch vorstellen können!
00:19:39: Wir können eine Bestandsentwicklung zeigen und die BAG macht dreimal im Jahr an diesem Versuchsfeld auch Veranstaltungen.
00:19:47: Im April-Mai schauen wir in den Bestand, laden dazu unsere Kunden ein Mitte des Jahres, machen wir Sortenbeschau, schauen gerade im Getreidebereich welches sortet sich gut entwickelt.
00:19:56: wer steht gut da welchen Ertrag, das analysieren wir dann auch.
00:20:00: und im Herbst ein Maisfeldtag.
00:20:03: Das heißt, wir bringen Neuerungen hier an unsere Kunden und laden da unsere Kunden ein mit uns dahin zu gehen, das anzuschauen.
00:20:11: aber das Versuchsfeld ist zugänglich das ganze Jahr.
00:20:14: Auch ein Kunde kann unterjährig mal hin und kann sich das anschauen.
00:20:17: Saatgut ist sicherlich ein ganz wichtiges Thema.
00:20:20: Wir hören immer wieder das Thema Dünger.
00:20:22: Düngern in der Landwirtschaft wird oft diskutiert Was hat sich da getan?
00:20:26: Und was wird es nicht
00:20:27: tun?
00:20:27: Naja, im Hinblick auf der Technik ist es natürlich auch so dass immer mehr Technik zum Einsatz kommt um hier die Ressourcen etwas zu schonen.
00:20:36: Landwirt hat per se erstmal überhaupt keinen Spaß daran mehr Dünge auszubringen als wie der Boden braucht oder wie die Kultur braucht.
00:20:43: Warum hat er da kein Spass dran?
00:20:44: Es kostet Geld Wirtschaftlichkeit ganz genau So.
00:20:49: und jetzt gibt das Themen wie Teilbrechen Teilflächenschaltung,
00:20:54: das heißt... Das ist tatsächlich ein Zungenbrecher.
00:20:57: Tatsächlich
00:20:57: genau ja aber eigentlich ist die Arbeitsweise sehr eindeutig.
00:21:02: Die Maschine hat eine Karte hinterlegt und steuert dann selber in den Bereichen wo muss der Dünger hin?
00:21:08: Wo ist eventuell schon Düngern hingefallen was in der Bewirtschaftung mit bloßem Auge vielleicht bei wärmt befahren alles ein bisschen schwierig ist?
00:21:15: und so wird auch die Technologie dafür Sorgen, dass immer mehr Ressourcen geschont werden und auch zuletzt eine höhere Wirtschaftlichkeit zu tragen
00:21:24: kommt.
00:21:26: Was macht für Sie persönlich eigentlich der Reiz dieser Aufgabe aus?
00:21:30: Die Sie jetzt haben in der BAG?
00:21:32: Sie sind ja selbst Agrarfahrtmann!
00:21:34: Ja, genau ich habe in Wein-Steffan studiert.
00:21:40: Die Landwirtschaft hat mich schon immer fasziniert nicht nur die regionale Wertschöpfung das ist das eine aber Sorten anzubauen, mit Wetter zu arbeiten.
00:21:52: Das kann ich jetzt in der BHG natürlich, dieses Wissen kann ich ein bisschen auch nutzen.
00:21:56: Der Reiz in der BHG ist dieses Breite, dieses Vielgefächerte und aber auch einen Mehrwert für die Region zu schaffen.
00:22:03: Da sehe ich eigentlich meinen tagtäglichen Auftrag.
00:22:06: Aber da hat sich dann schon auch im Laufe ihrer Karriere so ein bisschen die Arbeit ja verändert.
00:22:12: Ich kann mir nicht vorstellen dass sie noch so oft tatsächlich auf einer Maschine sitzen oder im Feld stehen oder wie auch immer.
00:22:19: Ist das so?
00:22:20: Das ist natürlich so, genau.
00:22:21: Wie
00:22:21: dauern Sie das ja?
00:22:22: Ja eigentlich schon auf der einen Seite sicher.
00:22:24: Aber
00:22:24: es ist eigentlich auch wichtig glaube ich zu verstehen wie das ist damit du auch deine Kunde letztendlich verstehst.
00:22:29: Ganz genau also mir ist auch wichtig immer den Anschluss zur Basis zu haben.
00:22:34: wo drückt die Kunden der Schuhe dass sichs richtig rauskriegt?
00:22:40: Die Basis sollte man nicht außer Acht lassen und ich kann das Vorstand auch nur gute Entscheidungen treffen, wenn ich weiß was ist auf dem Markt.
00:22:48: Wir müssen uns bewegen und das leben wir aber in der BRG.
00:22:52: In der Tat auf einem Traktor sitze sich nicht mehr so oft.
00:22:55: Das muss ich dann vielleicht ein bisschen privat machen Kann damit umgehen.
00:23:00: Wenn Sie jetzt nach vorne schauen und einfach auch mal als Vorstand Ihr Big Picture anschauen, wo wird sich das Ganze hinbewegen?
00:23:08: Sie haben von der Diversifikation ihre Geschäftsbereiche gesprochen.
00:23:12: es gibt ja auch Bereiche die natürlich rückläufig sein werden wie beispielsweise der Treibstoffhandel.
00:23:19: Ja
00:23:20: also der Energiehandel ist in der BHG Eine sehr wichtige Sparte ist auch vom Volumen, vom Umsatz her die größte Sparte und selbstverständlich stellen wir uns hier darauf ein dass es sukzessive etwas zurückgeht.
00:23:31: Das heißt wir müssen jetzt schon... Weil
00:23:33: Elektromobilität kommt?
00:23:34: Ganz genau richtig ja!
00:23:36: Wir müssen also jetzt schon daran denken naja wie schaut denn das in zehn fünfzehn zwanzig Jahren aus?
00:23:41: Wie können wir das Ganze kompensieren?
00:23:43: Und der Auftrag der BRG ist natürlich auch im Hinblick auf die Landwirtschaft.
00:23:48: Wir müssen in der Fläche da sein, wir wollen für unsere Kunden da sein.
00:23:52: Wir wollen hier eine gute Dienstleistung vollbringen.
00:23:54: Der Landwirt selber hat ja auch enorm viele Vorgaben, die er einhalten muss.
00:23:58: Er muss sich im Tierbestand auskennen, er muss Ackerprofi sein und ein Unternehmer sein.
00:24:03: Also versuchen wir als BRG hier einen guten Partner zu sein, Probleme abzunehmen.
00:24:07: Wir haben jetzt letztes Jahr ein neues Logistiklager gemacht wo wir auch mit Dynamik und Flexibilität hoffen, den Kunden und dem Landwirt schnell bedienen zu können.
00:24:21: Und wo glauben Sie es denn so?
00:24:23: Wo geht die Party morgen ab?
00:24:27: Also
00:24:27: ich spreche die Geschäftsfelder ja mit Zukunft.
00:24:30: Ja also die Geschäftspfelder werden weiterhin bei uns mit Sicherheit genauso bespielt.
00:24:35: das ein oder andere wird ein bisschen intensiver gespielt.
00:24:38: jetzt sage ich mal im Bereich Einzelhandel merken wir schon Da nehmen wir oftmals die Rolle des letzten Nahversorgers in einem Dorf ein.
00:24:48: Das ist, sag ich mal auch eine neue Rolle, die man dann aber auch gut annehmen werden im Agrarheim.
00:24:53: Die man auch annehmen muss.
00:24:56: letztendlich oder auch annehmen will, muss man ja auch sagen?
00:24:58: Auf
00:24:59: alle Fälle!
00:24:59: Wir wollen regional da sein und hier ein guter Partner sein und diese Rolle möchten wir annehmen ganz klar Aber sie muss modern gestaltet werden, damit wir sie aber auch nachhaltig und wirtschaftlich betreiben können.
00:25:11: Aber ich glaube das sind sehr spannende Herausforderungen die auf die BRG hier einbrasseln.
00:25:16: Und ja... Wir arbeiten tagtäglich daran Ideen für die Zukunft eine gute Strategie und sag' ich mal.. Wir sagen immer jetzt ist die Genossenschaft onehundertsieben Jahre und wir wollen Sie in den nächsten hundertjahre bringen.
00:25:27: Das ist unser Ziel.
00:25:29: Ja wenn das nicht einmal ein tolles Schlusswort ist Herzlich Dank für das Gespräch!
00:25:32: Stellt euch weiter, sodass Sie hier waren.
00:25:34: Vielen Dank
00:25:35: Liebe Zuschauer, das war es wieder so weit hier bei der Chefstaffensendung.
00:25:37: Herzlichen Dank für Ihr Interesse!
00:25:39: Es würde mich freuen wenn Sie spätestens in zwei Wochen wieder einschauen oder einfach in der WGTV-Mediathek wo auch alle Sendungen hinterlegt sind.
00:25:46: Bis zum nächsten Mal alles Gute machen ist
00:25:48: gut tschüss.