CHEFSACHE · der Personality-Talk mit Rolf Benzmann

CHEFSACHE · der Personality-Talk mit Rolf Benzmann

Transkript

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00:00:08: Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuschauer zu einer neuen Folge von Chefsache.

00:00:11: Deutschland ist im Sommerfieber auch im Fußball Fieber.

00:00:15: Und wir haben Ende Juni.

00:00:17: Wir möchten das Datum dazu nutzen eine halb Jahresbilanz zu ziehen.

00:00:22: die Bundesregierung es seit einigen Monaten am Start.

00:00:24: man hat viele Versprechungen gemacht da ist dann doch das eine oder andere dazwischen gekommen.

00:00:29: Am ende geht es ja immer drum wie reagiert die Wirtschaft?

00:00:32: Und wie kommt sie aus der Situation wieder raus?

00:00:34: heute machen wir einen Rückblick aber noch viel wichtig.

00:00:37: Wir schauen nach vorne, wo sehen wir die Perspektiven.

00:00:41: Dazu habe ich einen Experten in das Studio

00:00:43: eingeladen.".

00:00:45: Die deutsche Wirtschaft kommt aus zwei schwierigen Jahren – Das Wachstum blieb hinter den Erwartungen zurück, viele Unternehmen verschoben Investitionen während Inflation-, Energiepreise- und geopolitische Unsicherheiten die Stimmung belasteten.

00:00:58: Im Frühjahr trat die neue Bundesregierung an mit dem Versprechen von mehr Wachsstum weniger Bürokratie und neuen Investitionsanreizen.

00:01:06: Erste Konjunkturindikatoren zeigen inzwischen leichte Verbesserungen.

00:01:10: Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit Fachkräftemangel, steigenden regulatorischen Anforderungen und wachsendem internationalen Wettbewerbsdruck.

00:01:21: Und ich begrüße ganz herzlich jedem Chef-Sapel-Studio Christoph Zondler!

00:01:25: Sie sind Partner von RSMEbner Stolz unter anderem auch sehr versiert im internationalen Steuerrecht – welches wir heute auflankieren werden.

00:01:33: Schön dass sie hier sind, liebe Herr Zondlar.

00:01:36: Hallo, Benzmann.

00:01:36: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:38: Wenn Sie die Mandantengespräche vom ersten halb Jahr mal einfach reflektieren und dem eine Überschrift geben was steht da?

00:01:45: Vorsichtiger Optimismus aber mit angezogener Hamptwilmste würde ich sagen

00:01:50: Das passt nicht so richtig manchmal in die Wahrnehmung, die man tagtäglich auch in den Schlagzeilen liest.

00:01:56: Ich hatte erst gerade auf dem Weg hierher gehört alle zwanzig Minuten geht ein Unternehmen hierzulande in die Insolvenz.

00:02:04: Wie passt das zusammen?

00:02:05: einerseits die mediale Wahrnehmung und dann doch dieses Stimmungsbild, welches Verhalten optimistisch ist.

00:02:10: Wie Sie

00:02:14: es angesprochen haben, auch wir kriegen das natürlich mit den Inservenzenmitgliederationen.

00:02:19: aber ich glaube man muss das durchaus differenziert betrachten.

00:02:27: Die, die jetzt insolvent gehen – das kann verschiedene Gründe haben.

00:02:29: Die haben sich vielleicht auch in der Vergangenheit schon falsch aufgestellt.

00:02:32: Das ist ja auch die Frage ob sie jetzt aufgrund derzeitigen wirtschaftlichen Lage insolvent gehen würden oder auch sonst?

00:02:40: Ich glaube aber dass die Unternehmen, die sich gut schon in der vergangenheit aufgestellt haben durchaus solide und stark dastehen und auch in Zukunft auch solide.

00:02:52: Wir sind ja in das Halbjahr gestartet mit einem großen Hoffnungsbild, da kommt eine neue Regierung und mit der wird alles anders.

00:02:59: Und man hat auch viel gehört Bürokratieabbau und dergleichen.

00:03:04: wir kennen ja alle die Situation was dann passiert ist.

00:03:08: aber letztendlich geht es ja auch darum

00:03:11: Was

00:03:11: davon konnte und wurde auch umgesetzt zum Wohle der Wirtschaft?

00:03:17: Wie Sie sagen, Herr Benzmann.

00:03:19: Es wurde viel angekündigt.

00:03:21: Die Frage ist noch wieviel jetzt schon bei der Wirtschaft angekommen?

00:03:24: Muss man auch ganz klar sagen... Und

00:03:25: was haben sie?

00:03:26: Aber ich glaube schon dass einiges angekommen ist.

00:03:28: Man muss ja mal schauen wo kommen wir denn eigentlich her?

00:03:30: also im Jahr- und Jahrzehnteil war mehr wirklich am Tiefpunkt angelangt.

00:03:35: in der Zwischenzeit wurden durchaus schon einige Maßnahmen auch ergriffen sicherlich im Bürokratieabbau.

00:03:41: da ist man vielleicht nicht ganz so weit wie wir es zu uns wünschen würden.

00:03:44: bestimmte wirtschaftliche Anreize wurden aber dennoch geschaffen jetzt auch Investitionsanreize, die müssen jetzt natürlich auch wahrgenommen werden von Unternehmen.

00:03:53: Und der Faktor haben auch bestimmte vielleicht ja Erleichterungen mit Digitalisierungen, die jetzt auch Einklang gefunden haben in die Behörden.

00:04:02: Ja da spürt man schon eine gewisse Trendwende.

00:04:05: Aber ich bin bei Ihnen also der Reformstau das ist glaube dass was ein Unternehmen einfach zu schaffen macht.

00:04:10: Vielleicht noch mal den Blick in die Unternehmen?

00:04:12: Das eine In der Strategie zu warten bis irgendeine andere sich darum kümmert, dass sie haben Bedingungen wie toll sind und ob es dann niemals so kommen wird.

00:04:20: Wird man sehen aber die Wirtschaft geht ja weiter.

00:04:23: Die Wirtschaft macht keine Pause.

00:04:25: letztendlich was können Sie beobachten?

00:04:27: Wie haben Unternehmen im ersten halb Jahr auf die Situation wie sie halt ist reagiert?

00:04:33: weil abwarten ist eine schlechte Strategie.

00:04:36: Ja wie Sie sagen das spielt gerade für unseren Mittelstand Der ist sehr innovativ und wenn wir uns mal anschauen, also jede Krise bringt auch gewisse Innovationen.

00:04:46: Also wenn ich mal in die Corona-Krise denke... Wir wären ja nicht so weit mit der Digitalisierung Wenn damals nicht im Rahmen der Corona-Krise jeder gezwungen werde, gewisserweise auch dazu investieren.

00:04:59: Auch in die Digitalisierung und das spüren wir jetzt auch.

00:05:02: Also jetzt haben wir vielleicht andere Herausforderung geopolitisch.

00:05:05: wo dann die Lieferketten, wo ich einfach mal schauen muss ja vielleicht erschließt sich da neue Märkte wenn die USA nicht geht.

00:05:11: aber natürlich was wir schon auch merken.

00:05:14: also es Ja, dass die Unternehmen überlegen.

00:05:17: Sie werden dennoch ihrem Standort in Deutschland treu bleiben aus verschiedensten Gründen.

00:05:22: Wir haben hier einfach qualifizierte Fachkräfte.

00:05:25: aber was wir schon sehen ist zum Teil eine Verlagerung vielleicht von Teilproduktionen.

00:05:31: also das ich sage Ich bleibe zu am Standort Deutschland Aber ich schau vielleicht dass ich meine Kapazitätserweiterung dann eher im Ausland mache, dort irgendwelche Werke eröffne und vielleicht da ins Ausland gehen.

00:05:45: Also wie gesagt die Unternehmen werden schon innovativer ja?

00:05:50: Und das spricht der gerade für den Mittelstand.

00:05:52: Stichwort Investitionen.

00:05:54: Sie haben es angesprochen in was wird investiert?

00:05:56: also man hört ja immer wieder KI, KI Rechenzetteln untergleichen.

00:06:02: ist das so und geht die Wette letztendlich auf dass diese Investitionen sich dann auch rechnen.

00:06:10: Ja, also ich glaube gerade KI das ist ein großes Thema für viele aber ich glaube man muss auch das wieder differenziert betachten.

00:06:17: es bringt jetzt nichts da einfach in alle möglichen IT Lösungen zu investieren sondern ich glaub man muss sich vorher als Unternehmen mal überlegen was kann mir eigentlich so einen Produktionsgewinn aufbringen?

00:06:29: Ja, und muss ich gleich nochmal nachfragen.

00:06:33: Man kann ja viel machen aber am Ende ist immer die Frage, rechnet sich es?

00:06:37: Und haben das die Unternehmen auf die Platte?

00:06:39: wie ist da Ihr Eindruck?

00:06:40: also können Sie beobachten dass die Investitionen in KI zu Produktivitätssteigerung oder Kostensenkungen

00:06:48: beitragen?

00:06:49: Ja gerade in den ganzen automatischen Bereichen muss man ganz ehrlich sagen Überall wo es darum geht irgendwie Datenanalysen zum Beispiel zu fahren, Datenverarbeitung.

00:07:00: Das sind gerade die Bereiche glaube ich, wo jetzt schon die KI sehr stark helfen kann.

00:07:05: Ganz klar am Ende muss der Unternehmer entscheiden.

00:07:08: aber für diese Entscheidungen glaube ich da kann ihnen die KI behilfreich sein Daten zum Beispiel analysieren.

00:07:15: Wo wir's noch merken sind gerade solche Bereiche wie Buchhaltung, Lagerhaltung Aber auch bei Qualitätschecks wo ich sehr stark solche KI betriebenen Tools einfach einsetzen kann.

00:07:28: Wir streiten ja diese Sendung vor allen Dingen auch im Land Baden-Württemberg, und da auch darüber hinaus aus.

00:07:35: die Wirtschaftsstruktur in Baden Württmberg ist es schon eine sehr spezielle, auch jetzt hier rund um das Studio sozusagen, um die Kirchtummspitze Bodensee oberschwaben.

00:07:44: Ist diese Region resilienter?

00:07:48: Wie man so schön sagt, als andere?

00:07:50: was können Sie für ein Stimmungsbild mitnehmen?

00:07:53: zur Marktlage aktuell?

00:07:55: Ja also ich würde es auf jeden Fall bejahen wie sie das ansprechen.

00:07:59: Woher

00:08:00: nicht das?

00:08:00: Das liegt an diesem typischen Schwäbischen.

00:08:03: Auf der einen Seite diese schwäbische Bodenständigkeit Was ich gerade auch hier in der Region habe und auf der anderen Seite auch diese Weltoffenheit.

00:08:12: Also der schwäbigem Mittelstand ist ja nicht mal auf die Regionen begrenzt sondern er ist wirklich weltoffener.

00:08:17: Man sieht es hier in der Region auch noch dazu.

00:08:21: Das ist nichts Neues, sondern das prägt einfach diesen Mittelstand im Schwaben und auch in der Bodensee-Region.

00:08:31: Hinzu kommt natürlich die globalen Player, die wir ja auch gerade hier in dieser Region haben.

00:08:36: ZDF, Airbus, Liebherr, Rolzons und dergleichen wie sie es um Liebe stellt?

00:08:40: Und wie funktioniert das mit dem Mittelstand?

00:08:43: Ja, und das funktioniert gut!

00:08:45: Weil ich glaube, die ergänzen sich.

00:08:46: Auf der einen Seite haben sie diese globalen Player und auf der anderen Seite ist das gerade der Mittelstand als Zulieferer dieser stark verwurzelt sind mit der Region, die Fachkräfte aus der Region anziehen.

00:08:58: Also ich sehe es eher als Symbiose Gefahr ist wenn aus der Symbiosene Abhängigkeit entsteht.

00:09:06: Man vergleicht sich natürlich immer auch gerne als Unternehmen aber auch als Wirtschaftsregion mit den Nachbarn.

00:09:13: Hier, jetzt Ummelbein Baden-Württemberg, Kambiösterreich, wir haben Schweiz, Lichtenstein direkt um die Ecke, wenn Sie mal diese Systeme auch so ein bisschen vergleichen und wie dort die Situation ist – Ist das vergleichbar?

00:09:25: Sind sie ähnlich aufgestellt oder sind wir tatsächlich noch weit davon entfernt an die Nachbaren

00:09:32: heranzukommen?".

00:09:33: Also ich glaube, wir sind am aufholen.

00:09:36: Wir sind tatsächlich am aufholt.

00:09:37: So positiv ausgedrückt!

00:09:39: Ja aber es ist so... Da muss man natürlich auch sagen gerade wenn ich mir die Schweiz anschaue wo wirklich jetzt auch gerade Wirtschaft und Regierung viel stärker eineinander sind Und ganz klar also ein Faktor sind die Unternehmensteuern.

00:09:54: Also da muss man was machen.

00:09:56: Da wird man jetzt auch etwas machen, also daher ich befürworte das und bin auch glücklich dass jetzt diese Körperschaftssteuerreform auch kommen soll die Unternehmenssteuereform mit der Senkung des Steuersetzes aber die kommt natürlich jetzt erst ja Und das haben sie aber natürlich schon viel mehr so.

00:10:10: diese Verbindung zwischen Wirtschaften diese Standortfaktoren und Steuern sind ein Standort Faktor.

00:10:15: Das haben Sie vielleicht in Österreich und Schweiz schon

00:10:17: Jetzt genau über dieses Thema müssen wir unter anderem sprechen denn wie Sie sagen Der Mittelstand ist international aufgestellt Und das Geld musste erstmal verdienen, bevor es sozusagen verteilt werden kann und wir möchten dort jetzt vor allen Dingen auch im zweiten Teil einer Perspektive fürs zweite Halbjahr mit ihnen gemeinsam gehen.

00:10:34: Also sprich wo sind die grünen Wiesen?

00:10:37: Ja wann kann man endlich auch Licht am Ende des Tunnel ziehen?

00:10:41: darüber sprechen wir gleich hier liebe Zuschauer bei unserer Zwischenbilanz zum Wirtschaftsjahr zwanzig sechsundzwanzig.

00:10:54: Und damit herzlich willkommen zurück.

00:10:56: Liebe Zuschauer bei Chefsache zu Gast im Studio ist Christoph Zondler, er ist Partner bei RSM Ebner-Stolz.

00:11:02: unter anderem kennt er sich mit internationalem Steuerrecht aus welches ja nicht ganz unrelevant ist wenn wir uns jetzt auch mal das zweite halb Jahr von unserer Halbzeit sozusagen anschauen.

00:11:13: Wir haben darüber gesprochen wie aktuell die Situation ist was angekommen ist wie auch die Stimmung ist bei den Unternehmen hier vor und im Hintergrund Haben wir einen Snapshot gesehen vom G-Siebengipfel.

00:11:23: Und natürlich ist das internationale Steuerrecht eine sehr relevante Stellschraube!

00:11:30: Wo stehen wir da aktuell und wie groß ist das Risiko, dass wir letztendlich auch abgehängt werden von attraktiveren Ländern und ihren Steuern?

00:11:41: Ja ich glaube ein großes Thema ist auch für Investitionen vom Ausland in den Standorten natürlich immer die Unternehmenssteuer.

00:11:50: Da, wie gesagt, da werden ja jetzt die Stellschrauben gedreht und das hoff ich mal.

00:11:54: Das ist auch passiert aus tatsächlich diese Steuersängung an Greifen.

00:11:58: Dann haben wir natürlich einen zweiten Punkt der schon umgesetzt wurde aber dann müssen jetzt natürlich die Unternehmen nutzen dieser Investitionsbooster wo sie jetzt dann diese Sonderabschreibung zum Beispiel auch nehmen können.

00:12:10: Das mag aktiv sein für Unternehmen.

00:12:12: Und sehen Sie das da, was passiert in Richtung zweieinhalb Jahr?

00:12:15: Also wenn wir jetzt beide C-Level wären.

00:12:18: Wir werden jetzt an einer Bordsitzung und würden uns darüber unterhalten kommen, was machen wir jetzt im zweiten Halbjahr?

00:12:22: Was würden sie dann sagen?

00:12:24: Also muss ich ganz ehrlich sagen ja!

00:12:26: Ich glaube man muss auch bestimmte Investitionen nachholen.

00:12:28: also zum Beispiel ein KI jetzt immer wieder bei unserer Digitalisierung noch nicht investiert hat.

00:12:33: Dann ist glaube jetzt aber kurz vor Schluss ... der auch wirklich mal anzufangen, da zu investieren.

00:12:38: Ich glaube wo die Unternehmen halt noch zurückgehalten sind... einfach aufgrund der Auftragslage muss ich mal schauen wie voll sind meine Bücher jetzt in irgendwelche Kapazitätserweiterung zu investiert.

00:12:49: Sag' ich Mensch also steige ich wieder meine Produktivität mache sogar ein ganz neues Werk was wir ja jetzt die letzten zwei Jahre immer mehr erlebt haben das bestimmte Werke aber auch Investoren vom Ausland der abgesprungen sind und gesagt haben ne Ich investiere leider nicht in den Standort in Deutschland, sondern mache vielleicht irgendwo anders mein Werk auf.

00:13:09: Aber ich würde ganz gerne mit Ihnen auch nochmal die Lichtblicke im zweiten Halbjahr adressieren wollen, die hierzulande passieren werden.

00:13:20: Gibt es davon überhaupt welche?

00:13:23: Schön, wenn wir da drüber sprechen können.

00:13:26: Ansonsten wäre schon die Sendung fast vorbei.

00:13:29: Nein es gibt aber Lichtblicke.

00:13:31: Also ein paar haben uns ja angesprochen und das wird jetzt nicht kurzfristig kommen mit der Unternehmenssteuerform, die Körperschaftssteuersenkungen dann die Investitionsanreise.

00:13:41: Jetzt gerade ganz aktuell... Die Bürokratie kommt ja nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der EU.

00:13:48: Jetzt spricht man gerade in den letzten Tagen ein Gesetz im Prinzip einzuführen oder eine Richtlinie zuerst mal zu erarbeiten also dieses Texte-Klaturienkreis des Textombotsmann wo man gerade auch gewisse Mäldeflichten im Bereich Quellen steuern das sind wir wieder bei dem Grenz überschreiten und andere Mäldeflichten vielleicht auch diese bürokratische Hürde dann auch reduzieren will.

00:14:11: Also Sie sehen durchaus, dass da was passiert jetzt gerade?

00:14:14: Ja also ganz klar.

00:14:15: Ich glaube jeder hat erkannt man muss handeln und das betrifft einerseits die Wirtschaft aber auch natürlich die Regierungen.

00:14:21: und wenn wir von den Regierenden sprechen es ist ja jetzt kein deutsches Problem sondern wir haben sehr EU-weit.

00:14:27: also auch die EU muss natürlich bestimmte Maßnahmen vielleicht auch ergreifen.

00:14:31: Sehen Sie denn besondere Chancen für den Standort Deutschland und die Wirtschaft hierzulande jetzt im zweiten Halbjahr?

00:14:39: Im Vergleich ist es auch international.

00:14:42: Ja, ich sehe durchaus Chancens.

00:14:44: Das kommt aber einfach daher, dass wir sehr gut aufgestellt sind wenn ich mir auf unseren Mittelstand schaue und gerade den hier in der Region – Ich habe es mal angesprochen Ich schaue immer so ein bisschen auf die Eigenkapitalquote, gerade in der momentanen Zeit.

00:14:57: Wie viel

00:14:58: Cash ist in der Tasche?

00:14:59: Genau

00:15:00: wie Sie sagen!

00:15:01: Wie abhängig bin ich von irgendjemandem von außen Investoren, Banken oder sonstiges... Und wenn ich mir den Mittelstand anschaue und gerade in einer Region da wenn sie Unternehmen finden, die haben überhaupt gar kein Fremdkapital in den Büchern

00:15:15: Selbst nach dieser Dürrezeit?

00:15:18: Ja,

00:15:18: selbst nach dieser Durchzeit.

00:15:20: Es wird momentan vielleicht auch mehr gehortert als es vielleicht gut wäre.

00:15:25: Vielleicht muss man jetzt einfach mal sagen okay jetzt bin ich mal wieder mutig und das gehört dazu diesen Mut zu ergreifen und zu sagen jetzt investiere ich.

00:15:32: Das zweite ist natürlich also Sie haben es ja auch angesprochen gehabt hier gerade in der Region diese Nähe zu Österreich, zu Schweiz.

00:15:41: Das bietet natürlich Potenziale wirtschaftlich für den Handel.

00:15:45: Gerade wenn wir jetzt mal schauen die ganz weiten Spieler USA oder auch China sind vielleicht nicht mehr so die attraktiven Märkte aufgrund von gewissen Unsicherheiten.

00:15:56: Wieso denn ich mal schauen was ich da in der Region habe?

00:15:59: Oder außerhalb der Region Schweiz-Österreich?

00:16:02: Können Sie denn feststellen, dass bestimmte Geschäftsmodelle oder bestimmte Branchen einen echten Aufwind erleben?

00:16:10: Oder perspektivisch ein Aufwind haben werden.

00:16:14: Ja, und zwar sind die Branchen nicht so stark vom Konsum abhängen muss ich ganz ehrlich sagen.

00:16:19: Weil da ist man auch mit

00:16:20: den Leuten

00:16:20: das Geld zusammenhalten.

00:16:22: Genau wie sie sagen Herr Benzmann!

00:16:23: Die halten immer noch das Geld sammeln.

00:16:26: Der Maschinenbauer der einfach diese Qualität hat Diese Maschinen, die auch weltweit im Prinzip angesehen sind.

00:16:36: Die aus Deutschland kommen und jetzt gerade aus unseren schwebischen Ländchen profitieren momentan.

00:16:43: Diejenigen, die eher in diesen Konsumprodukten tätig sind, werden noch ein bisschen warten müssen bis dann auch die Konsumbereitschaft wieder beim Volk angekommen ist.

00:16:54: Man hat ja auch in den letzten Monaten immer wieder von, ich sag mal, Start-ups gehört... sogenannten Einhörnern, also über einer Milliarde.

00:17:03: Die auch hier in Baden-Württemberg ansässig sind beispielsweise Usapiens und nachhaltiger Herzberichterstattung oder Neura Robotics hat eine Finanzierungsrunde hingelegt und Ratzi Fazi mal eins Komma zackt Milliarden eingesammelt so dass die Gesamtbewertungen bei sieben Milliarden ist.

00:17:20: es sind das sozusagen Ist das auch der Hoffnungsschimmer der vielleicht durch die Wirtschaft geht?

00:17:25: Dass man sieht.

00:17:25: hey wir können doch eigentlich doch

00:17:29: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.

00:17:31: Und ich kann es immer nur begrüßen dann auch solche Unternehmen zu finden die Mut haben zu sagen aber sie wissen natürlich was sich hier bekommen also sei es qualifizierte Fachkräfte diese brauchen Aber vielleicht auch die strukturellen Rahmenbedingungen.

00:17:45: Also das muss man ja ganz klar sagen wenn man auf die Infrastruktur schaut und so sehen wir über unsere Regierung Schimpfen mit dem Reformbedarf.

00:17:53: aber insgesamt gegenüber anderen Ländern Haben wir doch eine gewisse Stabilität wo sie dann vielleicht doch auf bestimmte Punkte vertauen können, dass das vielleicht wie es in der Vergangenheit ist auch so weitergeht.

00:18:05: Wir gehen noch mal zurück zu unseren Board-Meetingen.

00:18:07: wir beide die sich darüber unterhalten was machen denn jetzt im zweiten Halbjahr?

00:18:10: Was würden Sie empfehlen?

00:18:12: Auf was sollen die Unternehmen im zweiten halbjahr in ihren eigenen Reihen achten?

00:18:17: Welche Themen müssen Sie auf der Liste haben, die Sie wirklich zu bearbeiten haben?

00:18:21: Sie haben schon gesagt KI ganz klar ist ein relevantes Thema bei den Nachbarn sich umschauen, natürlich auch in der nächsten, in der richtigen Branche wachsen.

00:18:31: Aber was gibt es noch daneben?

00:18:33: Beispielsweise Stichwort hatten wir immer wieder nachfolge.

00:18:38: Auch das ist ein Thema, ist jetzt eher gezieben und diese Boomer sind bei den Unternehmen angekommen.

00:18:48: So eine Nachfolge ist ein ganz schwieriges Thema.

00:18:53: Da muss ich mir wirklich überlegen, ob jetzt vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt ist um zu sagen Mensch ich gehe in die Nachfolgeplanung rein und überleg es mir einfach auch vor dem Hintergrund wie sich alles ja so schnell ändert.

00:19:06: Wir merken uns immer mehr dass dann die Leute sagen ja schön alles mit Digitalisierung aber das ist halt nicht mal so wie früher wo im Prinzip der Unternehmer derjenige war der per Handschlag Aufgrund der besonderen Vertrauensverhältnisse mit dem Kunden ein Geschäft abgeschlossen hat.

00:19:23: Nein, heutzutage gehört einfach viel mehr dazu.

00:19:27: Wenn Sie sagen ... Mit Board-Meeting diese Datenanalyseentscheidungen, das hat man ja früher alles gar nicht gemacht gehabt.

00:19:34: Sondern man ist rausgegangen und hat den Vertrag abgeschlossen.

00:19:38: Darauf vertraut es alle Leute denen auch sozusagen einhalten.

00:19:42: aber ich sage mal so Der ehrbare Kaufmann wird es auch morgen noch geben müssen oder wie schätzen Sie es

00:19:48: sein?

00:19:49: Auf jeden Fall, also gerade so im Mittelstand ist alles basiert auf Vertrauensbasis.

00:19:55: Da muss man auch ganz klar sagen auf Beziehungen wo sie natürlich dann auch sage ich mal auch das gewisse Vertrauen haben dass in eine gewisse Qualität bekommen ja dass auch Lieferzeiten eingehalten werden dass auch quasi sie bereit sind, dann auch einzustehen für das was Sie hier machen.

00:20:14: Und das ist vielleicht auch so etwas, was natürlich auch sagen wir uns Deutschen immer prägt.

00:20:20: Es ist nicht so wie in manchen südlichen Ländern wenn ich heute nicht komme, dann komme ich vielleicht morgen.

00:20:25: Sondern nein!

00:20:26: Wir stehen zu unseren Worten und es ist natürlich gerade was die Grunche prägen muss man auch ganz ehrlich sagen dieser schwäbische Mittelstand der einfach diese Verantwortung übernimmt.

00:20:35: Abschließend, es wird ja viel auch immer über Big Picture und Strategie.

00:20:39: In den zwanzigvierzig Jahren.

00:20:41: wie auch immer gesprochen will ich jetzt gar nicht machen zum Abschluss sondern jetzt sozusagen die Uhr einmal ein Jahr weiter drehen.

00:20:48: heute in einem Jahr was glauben Sie?

00:20:52: Was dann sein wird?

00:20:53: und wie ist die Situation

00:20:55: Heute?

00:20:56: in einem Ja also wenn wir uns da wieder treffen würden Herr Benzmann Dann würde ich mal hoffen dass wir sagen würden Mensch wir hatten in Deutschland ein doppeltes Sommermärchen.

00:21:05: Zum einen ist Deutschland Fußballweltmeister geworden und zum anderen ist das nämlich passiert, was wir alle hoffen.

00:21:11: Dieser Reformstau der ist endlich beseitigt.

00:21:16: Der kommt auch bei der Wirtschaft an und die Wirtschaft hat den Mut jetzt voran zu schreiten uns zu sagen ja Mensch also mit unseren Innovationen gehen wir wieder raus auf die Welt.

00:21:26: Dann herzlichen Dank!

00:21:27: Wenn das nicht mal eine schöne Schlussworte ist.

00:21:28: Christoph Sondler schön dass Sie hier waren beim hier im Chefshafer Studio.

00:21:32: Vielen Dank für das Gespräch.

00:21:33: Liebe Zuschauer, das war es wieder so weit an dieser Stelle mit Chefsache!

00:21:36: Wir sehen uns spätestens in zwei Wochen wieder wenn Sie mögen.

00:21:40: bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute einen weiter heißen Sommer und natürlich tolle Spiele mit der deutschen Nationalmannschaft.

00:21:49: wir drücken die Daumen bis dahinein.

00:21:50: Alles Gute Tschüss.

Über diesen Podcast

Moderator Rolf Benzmann trifft Unternehmer, Vordenker und Vorbilder aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Alle zwei Wochen als Podcast und als TV-Sendung bei Regio TV und im CHEFSACHE YouTube Kanal.

Die Gäste bei CHEFSACHE zeigen, wie sie konkret in Ihrem Bereich Verantwortung tragen und sich für Gesellschaft, Umwelt und gute Unternehmensführung (ESG) einsetzen. Anhand der eigenen Geschichte erzählen die Gäste ihren persönlichen Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Daneben geben die Gäste oft auch nützliche Tipps und Einblicke zu mehr Finanzkompetenz und Unabhängigkeit.

Rolf Benzmann ist Geschäftsführer von Regio TV Bodensee und Leiter der Regio TV Gruppe, dem größten privaten TV Sender in Baden-Württemberg.

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