CHEFSACHE · der Personality-Talk mit Rolf Benzmann

CHEFSACHE · der Personality-Talk mit Rolf Benzmann

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00:00:10: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer zu einer neuen Folge von Chefsache.

00:00:14: Ja Baden-Württemberg gilt ja als das Ehrenamtsland Nummer eins in Deutschland.

00:00:20: fast jeder zweite Bürger ist ehrenamtlich aktiv ob beispielsweise im Sportverein Musikverein oder auch im Umweltschutz.

00:00:29: doch viele Vereine kämpfen natürlich mit den Rahmenbedingungen ob das Beispielsweise der Nachwuchs ist Bürokratie oder natürlich auch das Liebe Geld vor.

00:00:57: Die Wirtschaft musste wieder aufgebaut werden, Banken brauchten Einlagen unternehmen Kredite.

00:01:03: Aber viele Menschen vertrauten ihr Geld lieber dem Sparstrumpf zu Hause an.

00:01:07: Genau in dieser Zeit entstand das Gewinnsparen.

00:01:10: Ein Modell, dass Menschen zum Sparen motivieren sollte verbunden mit der Chance auf Gewinne und dem Gedanken gleichzeitig Gutes für die Region zu tun.

00:01:19: Heute fließen jedes Jahr Millionen Beiträge aus dem Gewinnsparen in soziale Projekte, Vereine- und Ehrenamtliches Engagement in Baden-Württemberg – und zum Jubiläum soll nun das ganze Land bewegt werden!

00:01:33: Und zu Gast, zu diesem Thema begrüße ich ganz herzlich hier im Chefstapel Studio Jürgen Rehm.

00:01:38: Er ist Vorstand des Gewinnsparvereins der Volksbanken und Reifeisenbanken in Baden-Württemberg.

00:01:43: Herzlich willkommen, lieber Jürgens.

00:01:45: Schön, dass du hier bist im Studio!

00:01:46: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:01:49: Es ist ja schon eine erstaunliche Geschichte, die sich da zugetragen hatte vor seventy fünf Jahren.

00:01:55: Rund uns mal genau ab.

00:01:57: Welche Bedeutung hat denn heute eigentlich das Gewinnsparen im Laufe der Zeit entwickelt?

00:02:03: Boah, also man sieht es uns ja nicht an dass wir schon fünfer-sebzig sind aber dennoch die Historie zusammen vielleicht.

00:02:13: Aber die Historik geht tatsächlich in die Fünfziger Jahre.

00:02:16: Also fünffer-siebzig Jahre gibt es unsere Soziallotterie des Gewinntsparen der Volks und Reife Isenbanken in Baden-Württemberg.

00:02:23: Und diese Lotterieform entstand aus einer ganz einfach ein Idee heraus, den Sparanreiz damals anzukurbeln.

00:02:31: Das heißt man hat eine Lotterie geschaffen, eine Soziallotterie die die Spargelder auf die Bank wieder gebracht hat.

00:02:39: Wie das funktioniert hat war relativ einfach.

00:02:41: Man hat gesagt Mensch wir gründen neben dem staatlichen Lotto Eine Spezialotterie um den Wiederaufbau zu finanzieren.

00:02:50: jetzt fragt sich natürlich jeder wie Wiederaufbauffinanzieren?

00:02:53: ja klar Die Banken brauchen so erst Spanlage damit man dann die Gelder wieder auslenken kann.

00:02:59: An Landwirte, die Gelde brauchten an kleine Unternehmen und den Mittelstand.

00:03:03: Man hat versucht, den Sparenreiz in eine neue Sparkultur zu gießen.

00:03:08: Durch diesen Lottoanreiz, durch diese Gewinnschause wurden nicht mehr die Gelden daheim gebunkert unter dem Sparstrom oder Kissen sondern es wurde tatsächlich auf die Bank gebracht rausgegeben in die Region, um den Wiederaufbau mit zu unterstützen.

00:03:23: Ja

00:03:23: klar und die Leute waren ja damals skeptisch?

00:03:25: Ist das Geld nicht am Ende weg?

00:03:27: sondern wie wird es denn am Ende auch sicher sein und was wird damit gemacht werden?

00:03:32: Also

00:03:32: wir können uns nur im Einsatz wahrscheinlich vorstellen, wie es damals war in der Währungsreform.

00:03:38: Da war das Geld futsch, Reichsmark weg, deutsche Margest gekommen und des Vertrauen war halt weg!

00:03:44: Und dann das wieder aufzubauen, da kam natürlich das Wirtschaftswunder, den Gegen.

00:03:50: D.h.,

00:03:51: da war wieder gute Stimmung, Vertrauen nach vorne Aufbruch.

00:03:56: Man hat gemalt und jetzt geht wieder was ab!

00:03:57: und dann gehört halt Sparen auch dazu.

00:04:00: Und die Anfängen waren ja, will ich mal sagen so sehr hands-on würde man heute sagen manchmal vielleicht auch ein bisschen hemsärmelig.

00:04:06: wie liefen das in den ersten Sitzungen und in den Auslosung eigentlich ab?

00:04:11: Also wir haben tatsächlich ganz interessantes historisches Material gesichtet und wenn man da mal reingeht in die Firmenhistorien dann mag man plötzlich oh schwarz-weißbild.

00:04:20: was kommt denn darin gegen?

00:04:21: jetzt habe mir ein Video entdeckt Tatsächlich von Ostalbkreis, von Ahlen vom Gasthof Adler.

00:04:27: Ich dachte was hat Gewinnspaar mit dem Gasthoff Adler zu tun?

00:04:30: Jetzt war da eine Live-Auslosung, die findet ja die monatliche Auslosungsstatt des Gewinnspeins.

00:04:35: Und da war dann im Gasthof Adler.

00:04:37: und dabei sein vom Bürgermeister, vom Pfarrer, vom Landrat, vom Notar ...

00:04:42: Auch eine interessante Zusammensetzung.

00:04:44: Respektpersonen in der Region haben sich getroffen um einen hochpolitischen wichtigen Gesellschaftsaktor zu führen.

00:04:51: Nämlich die Auslosung oder die Liveauslosung.

00:04:53: Man konnte damals in Hauptgewinn von tausend Demars gewinnen.

00:04:57: Die Musikabelle hat im Hintergrund gespielt Dann die Burgesschaft war vor Ort in den ersten Reihen, also wirklich Konzertbestohlung.

00:05:04: Und dann wurde die Drumme gedreht und tausend E-Markt gezogen auf eine Losnummer.

00:05:09: Der glückliche Gewinner saß drin, hat die Hände hochgerissen, war happy... ...hat die ganze Gemeinde gleich zum Trinken eingeladen und da war der Party!

00:05:16: Das heißt das Gewinnsparen war damals schon in den Fünfzig Jahren ein Treffpunkt wie damals vielleicht die Bingo Lotterie oder andere Dinge wo man gemacht hat.

00:05:24: Da sind Menschen zusammengekommen und haben das Wirgefühl genossen.

00:05:28: Spannende, wie funktioniert denn heute das Gewinnsparen?

00:05:31: Also heute ist das Gewinnssparen relativ einfach.

00:05:34: Wenn du morgen gewinnspaar werden möchtest, gehst du zu einer Volks- und Reife-Eisenbank und kaufst ein Gewinnspaar los.

00:05:39: Dieses Los kostet zehn Euro.

00:05:41: Davon wurden aber seventy-fünf Prozent monatlich auf eine Sparform angespart.

00:05:46: Das kann in modernen Sparvorm sein – Investmentfordern egal was!

00:05:49: Und zwei Euro fünfzig pro Lose ist dein Lotto.

00:05:51: reinsetzt also dein Spielinsatz.

00:05:54: Und diese zwei Euro-Fünfzig organisieren wir dann der Gewinnsparfreien Zentral, wo wir die monatlichen Auslosungen bestreiten.

00:06:00: Wo wir ein Lotteriesteuer abführen dürfen und Spendengelder in die Regionen geben dürfen.

00:06:04: Also ein rundum schlüssiges Konzept mit einem Drehklang gewinnen sparen und helfen.

00:06:10: Am Ende kommt ja einiges zusammen um eben auch zu helfen.

00:06:12: Darüber möchten wir gerade sprechen was sozusagen auch wieder in die Region zurückkommt?

00:06:17: Über welche sprechen wir denn heutzutage?

00:06:20: Heutzutage können wir jetzt eine stolze Summe aufwarten.

00:06:23: Mit elf Millionen Euro per Anno können wir in die Regionen vergeben, über die Volks- und Reifersenbanken.

00:06:28: Und das macht uns stolz?

00:06:31: Ich weiß noch, dass das erste Jahr, das war so der erste Angerpunkt, wo ich auch erleben durfte, da kam ich so sinngemäß zum Gewinnsparen überhaupt dazu.

00:06:40: Da haben wir über drehunderttausend Euro pro Anno für die Vereine geredet.

00:06:44: Jetzt von drehundertausend Euro auf elf Millionen ... Das schwabt nicht schlecht!

00:06:49: Nicht schlecht.

00:06:50: Das ist ja das ultimative Lob sozusagen zu

00:06:52: sagen,

00:06:52: aber ich kann mir vorstellen dort wo natürlich Geld ist, dort wächst natürlich auch das Begehren an das Geld ranzukommen.

00:07:00: Wie genau ist denn eigentlich die Systematik des Vertilens?

00:07:04: An wen geht es der am lautesten schreit, der das größte Projekt hat oder wie geht ihr genau vor?

00:07:10: Es gibt unterschiedliche Ansätze.

00:07:12: Der entscheidende Hebel ist immer die Volks- und Reife im Bankverort.

00:07:16: Wir haben auch ein Versprechen gemacht, wenn du deinen Los bei deiner Erzbank hausch, gehen auch hundert Prozent der Spendenanteile an die Erzbank zur Vergabe an die Regionen.

00:07:26: Das heißt, da haben wir einen Regionalitätsauftrag, den wir hier erfüllen.

00:07:30: Die Bank ist schon in der Entscheidungsfunktion und Mitgestaltungsfunction, wo wurden die Gewinnspaar-Spendengelder dann hingegeben?

00:07:37: Also das hat auch eine wichtige Transparenzfunktion.

00:07:40: Und dann sieht man, wie immer, Experten zu raten.

00:07:43: Wo ist wirklich Hilfe nötig?

00:07:45: Wo sieht man jetzt den größten Bedarf?

00:07:47: Man hat z.B.

00:07:49: auch Jury-Mitglieder gegründet für Spezialbereiche um Spezial Bereiche auch zu unterstützen.

00:07:55: oder sie greifen die Banken auf zentrale Projekte, Sozialprojekte die der Gewinnsparverein organisiert für die Region.

00:08:02: Da gibt es ja Zicksozialprojektes im Bereich Nachhaltigkeit Bildung oder dann halt auch das soziale Thema.

00:08:08: Und da versuchen wir, möglichst viel vorzuarbeiten und dann auf Freiwilligkeit.

00:08:13: jede Bank kann mitmachen bei den Sozialprojekten und der sind die Regionen vergeben.

00:08:17: Also euch ist wichtig sozusagen auch möglichst bereit, das Geld dem Land sozusagen in die Region zurückzugeben.

00:08:23: Gib uns mal ein Beispiel.

00:08:23: also was waren aus deiner Sicht Projekte, die wirklich eine Strahlkraft hatten?

00:08:27: Die haben wirklich Herzen- und Geldbeutel geöffnet.

00:08:35: Also tatsächlich gibt es ein ganz groß angelegtes Herzensprojekt, das ist V-Mobil.

00:08:40: Wir schaffen Mobilität für die Regionen und fürs Ehrenamt.

00:08:43: Und wir haben damals schon festgestellt – das war in dem Jahr twohessen acht – Sozialministerin Modika Stolz war da am Start.

00:08:51: Als ich zu Frau Stolze ging, habe ich gesagt, Frau Ministerin, wir hätten da ein Projekt und eine Idee.

00:08:55: Wurden Sie denn die Schirmhausschaft übernehmen?

00:08:57: sofort dabei gewesen.

00:09:00: und dann haben wir gesagt, wir starten eine große Offensive auf dem Schlossplatz in Stuttgart vergeben an soziale Einrichtungen für den mobilen Pflegedienst.

00:09:08: Für Essenaufräder, für Tafeläden Mobilität.

00:09:12: das heißt wir spenden Autos in die Regionen aus den Geldern des Gewinnsprayens mit der Bank vor Ort organisiert und das hat natürlich einen Strahlkrafteffekt gegeben.

00:09:21: seit Was glaubst du, wie viele Autos?

00:09:23: Du siehst

00:09:24: es gerade hier im Hintergrund.

00:09:26: Wo war das, Herr Minister?

00:09:29: Hier ist der Region!

00:09:30: Genau

00:09:33: und das hat natürlich eine Streikraft weil das hat sozusagen einen Engpass überwunden.

00:09:37: die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs ist ja erst mal sauteuer und damit habt ihr so zu sagen direkt den Hebel dort angelegt um die Leute schnell von A nach B zu bringen und

00:09:46: mir darauf einstehen.

00:09:49: Wir haben auch relativ schnell festgestellt viele müssen ihm durch das Ehrenamt ihr Privatfahrzeug zur Verfügung stellen, weil der Vorpark gar nicht da war.

00:09:57: Und kannst du dir vorstellen wie viele Autos dass man jetzt über dieses Projekt jetzt am fünfe zwanzigste Juni mit dem neuen Sozialmittelster wahrscheinlich Oliver Hilton Brandt übergeben dürfen?

00:10:07: Wie sind's?

00:10:08: Keine Ahnung!

00:10:09: Zehn-Zwanzig!

00:10:10: Zwei tausend!

00:10:11: Zweitausend

00:10:12: Autos haben wir hier schon vergeben.

00:10:13: Okay, das ist natürlich ordentlich.

00:10:15: Und wenn wir dann gemeinsam mit den sozialen Einrichtungen, die die Autos empfangen.

00:10:20: Wir haben auch die geistlichen Vertreter da, die dann die Fahrzeug sägen und der durchführen.

00:10:24: Egal ob das der General-Fikar Dr.

00:10:26: Clemens Struppel ist oder kein Eckhardt Schulz-Barg.

00:10:29: Da werden die Fahrzeuge gewiehen.

00:10:31: Dann ist es ein hochemotionaler Akt.

00:10:33: Da kriegst du wirklich Gänsehaut in dem, dass du sagst, Mensch ... Jetzt ist für die gute Sache diese Fahrzeug im Einsatz, für den Pflegedienst, für alle gute Dinge, die draußen im Ehrenamt mit Selbstverständlichkeit unterstützt wird?

00:10:45: Man kann sich ja durchaus auch fragen, warum macht ihr das und nicht der Staat?

00:10:49: Also es ist ja immer wieder so eine Diskussion.

00:10:52: Dass man sozusagen Aufgaben übernimmt wo man vielleicht auch meinen würde als Bürger oder als Ehrenamtler Ja, warum machen das eigentlich nicht der Start oder meine Gemeinde oder den Landkreis oder das Land oder der Bund oder wie auch immer Wie genau könnt ihr euch denn auch abgrenzen zwischen dem, wo ihr sagt naja Das macht der Staat halt nicht Und hier gehen wir jetzt eben rein und das ist unser Job.

00:11:19: Wir merken, dass Ehrenamt so eine wichtige Stellschraube für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.

00:11:26: Und wir versuchen über dieses bürgerschaftliche Engagement durch diese Genossenschaftsidee und durch diese Gelder die Regionen mit zu unterstützen.

00:11:33: Das ist ein Gesellschaftsauftrag!

00:11:35: Und ich glaube, wir merken sehr deutlich in der aktuellen Diskussion.

00:11:40: Die Kommunen, da geht halt auch das Geld aus.

00:11:42: Da ist auch nicht mehr alles da ein Infrastrukturmöglichkeiten.

00:11:46: Ein Zuschüssen für Vereine und so weiter... Und wenn halt niemand da ist, dann braucht es Förderer, Sponsoren und Unterstützer die dahin schauen.

00:11:54: Und das Ernst nehmen um letztendlich auch wieder Jugendarbeit, Sport, Vereinsarbeit, egal was zu ermöglichen draußen.

00:12:02: Das fängt in allen Bereichen im Sozialen, in Brauchtum, Kultur, in ganzen Gemeinschaftsweisen.

00:12:08: Das finde ich ein wichtiger Hebel.

00:12:10: Dann schauen wir natürlich gemeinsam auch in den jetzigen vorliegenden neuen Koalitionsvertrag.

00:12:17: Das Land Baden-Württemberg mit der neuen Landesregierung hat über viele, viele Seiten hinweg auch das Ehrenamt beschrieben.

00:12:24: An vierunddreißig Stellen taucht es ehrenamt im Koalitionsvertrag auf und wenn man dann sagt wir müssen des Ehrenamts steigen, dann hat nicht nur der Staat diese Aufgabe.

00:12:32: Wir möchten auch Unterstützer sein.

00:12:36: möchten nicht den Staat damit ersetzen, sondern eher unterstützen.

00:12:40: Das ist genau der Punkt und schauen hin wo ich Hilfe notwendig und wo können wir es ehrenamt auf unsere Art und Weise nach dem Genossenschaftsprinzip auch unterstützen?

00:12:48: An das Thema ist natürlich auch nicht nur einzuspringen sozusagen dort wo der Staat kein Geld mehr hat, sondern auch das Thema Glücksspiel selbst.

00:12:55: Auch das ist natürlich immer auch wichtig kritisch und genau zu betrachten und sich auch abzugrenzen.

00:13:03: wie ist eure Position dort?

00:13:06: Mit dem Gewinnsparen sind wir keine typische Lotterie.

00:13:10: Man kann eher sagen, wir sind eine Spar- oder Soziallotterie.

00:13:13: Wir dürfen auch nichts verdienen.

00:13:14: Das heißt es geht alles hundert Prozent in die Region zurück.

00:13:17: Dort wurde es losgekauft und das Schöne daran ist, dass alle legalen Glücksspielanbieter sich dem Glückspielsstaatsvertrag angenommen haben.

00:13:26: Das ist die gesetzliche Regulierung dazu.

00:13:28: Und da gibt's den Paragrafen eins nämlich Kanalisierung ins seriöses Glückspielen.

00:13:34: Also ist das schon ein Auftrag, wenn man weiß es gibt solche Brennpunkte wie Glücksspielsucht.

00:13:39: Es gibt viele Suchtbereiche und Glückspielsucht wird immer analysiert.

00:13:43: da gibt's ja auch einen Jahrbruch der Glückspielsucht unglaublich, was es dafür Fälle drin gibt.

00:13:48: Aber man muss aber auch das seriöse Glücksspiel so kanalisieren und lenken und befördern damit auch der Lenkungsauftrag dahin geht.

00:13:55: Das heißt wir möchten lauter werden, indem dass man eine seriösere Lotterie anbietet um den Spieltrieb zu verfriedigen.

00:14:02: also wir sind ja alle räuftopisch auf die Welt gekommen mit dem Spieltrieb Ich genauso und alle Menschen draußen.

00:14:08: Und gespielt wird egal in welcher Form, ob damals in Ägypten wo die ersten Glücksspiele entdeckt worden sind oder jetzt heute mein Markt... Wir haben ein so großes breites Glückspielangebot unglaublich.

00:14:20: also es muss uns triggern.

00:14:21: Gibt es denn irgendwo Grenzen, die ihr bewusst nicht überscheidet?

00:14:25: Also für uns ist wichtig dass wir die genossenschaftlichen Werte leben.

00:14:29: das heißt wir stehen für Glaubwürdigkeit, Authentzität und wir möchten halt seriös mit dieser Lotterie agieren.

00:14:35: Uns wurde es persönlich nicht stehen, wenn wir jetzt sagen, wir rufen jetzt morgen für einen Gewinner ein Checkpot-Gewinn von hundertundachtzig Millionen.

00:14:43: Ich übertrebe das bewusst!

00:14:45: Das wurde

00:14:46: nicht

00:14:46: nach dem Genossenschaftsprinzip passen sondern wir leben die Formel was einer alleine nicht gewinnt Gewinn in viele, das heißt Handenbaumprinzip.

00:14:55: Es gibt zwar mal einen Hauptgewinn ein paar Schwerer oder irgendetwas Cooles halt was den Spieltrieb auch so ein bisschen triggert.

00:15:01: Das muss leider eine andere Art sein aber nicht übertrieben.

00:15:04: und da gibt es Grenzen wo wir sagen dann lieber unten viele fünfzig Euro viele hundert Euro viele tausend Euro viele zehntausend euro das macht glücklich und das macht auch zufrieden.

00:15:13: So, und wir möchten ja jetzt natürlich auch nach vorne schauen.

00:15:16: Denn anlässlich des seventy-jährigen Jubiläums plant ihr einiges im Land.

00:15:20: Ihr möchtet das ganze Land sozusagen bewegen?

00:15:22: Du möchtest dich auch selbst bewegen zumindest auf den letzten vier Kilometern!

00:15:27: Liebe Zuschauer was ganz genau ich damit meine?

00:15:30: dazu gleich mehr.

00:15:31: Wir sprechen über das Jubilähungsprojekt.

00:15:35: Firmundsebzeigjahre Gewinnsparverein in Baden-Württemberg.

00:15:44: Und damit herzlich willkommen zurück.

00:15:46: Liebe Zuschauer, hier bei Chefsache zu Gast im Studio ist Jürgen Rehmers Vorstand des Gewinnsparvereins Baden-Württemberg, welcher in diesem Jahr Jubiläum feiert.

00:15:55: Wir sprechen darüber was mit dem Geld alles bewegt wird im Land und einiges bewegte ich ja auch selbst.

00:16:02: Gerade von einer Geschichte gesprochen mit dem Feuer Mobil, mit welchen ihr das Ehrenamt vor allem mobil gemacht habt.

00:16:09: Ein weiteres Projekt, welches ja auch für mich so eine Herzensangelegenheit Von dir ist das Thema Gartenhochtrei, was ich ganz genau hätte.

00:16:18: Schön dass du es ansprichst!

00:16:20: Es ist tatsächlich auch ein zweites Herzensprojekt von unserem Team also vom Gewinnsparteam und mir.

00:16:27: Vor einigen Jahren haben wir uns dem Thema Nachhaltigkeit intensiv-二-zig-neinzehn gewibnet.

00:16:32: Dann haben wir gesagt, was passiert alles im Ländle zum Thema nachhaltigkeit?

00:16:35: Wir wollen Vorräder und Vorbild sein, sind dann selber auch klimaneutral und haben uns aufgestellt und sind dann auf die Mysterien zugegangen und haben gesagt Leute irgendwas müssen wir jetzt bewegen an Kindergärter und Schüler.

00:16:46: das war so unsere erste Idee.

00:16:47: also bläden zwei Optionen Kultusministerium und vielleicht noch den Hebel über Nachhaltigkeit Landwirtschaftsministerium.

00:16:53: Dann sind wir zu dem Minister damals gegangen, zu Peter Hauke und zu Theresa Chopper und haben gefragt, was läuft denn in Schulen zum Thema Ernährung?

00:17:02: Was macht ihr da in der praktischen Idee?

00:17:04: Können wir da unterstützen?

00:17:05: Wir denken immer im Ansatz, wo können wir bereichern und

00:17:08: mitunterstützen?".

00:17:09: Und dann kam eine ganz witzige Idee, die habe ich von unserer Tochter serviert bekommen, nämlich sie hat mir auf einem Hochbeet zu Hause einen Salatwettbewerb gemacht!

00:17:19: Und der Papa ist eh nie da und hat sich gesagt, was machen wir aus?

00:17:22: Eisszahler oder so weiter.

00:17:23: Derjenige, wo er den schönsten Salat hat, der kriegt ein Eis.

00:17:26: Dann hat meine Leonie, die hat dann den Salatwettbewerb gewonnen, kommt rein, bringt ihn rein und sagt Boah!

00:17:33: Das ist mein Ergebnis, du warst nicht da.

00:17:35: Deiner sieht nicht so gut aus.

00:17:36: Also hab ich sie zum Eis einladen

00:17:38: dürfen.".

00:17:39: Mit dieser Idee des Hochbeters bin ich zum Landwirtschaftsministerium mit dem Team gegangen und haben gesagt, das könnten wir in die praktische Anwendung an Schulen und Kindergärten etablieren.

00:17:48: Gesagt getan!

00:17:49: Wir haben einen Projekt rausgemacht, Gartenhochdreie.

00:17:52: Jetzt haben wir eine Summe, was schon in den paar Jahren ein Hochbete an Kindergärtner und Schule gespendet hat... Ich

00:17:58: habe keine Vorstellung.

00:17:59: ...mit heimischen Hölzer übrigens gebaut.

00:18:01: viertausend-vierhundert Hochbeete.

00:18:05: Viertausen-Vierhunderte?

00:18:06: Dann lass uns doch mal einen Blick genau in dieses Projekt reinwerfen, wenn wir einen kleinen Einspieler Vorbereite lieben zu

00:18:12: schauen.

00:18:13: Hochbeet steht als erste Zündstoffidee für das Thema Gartenhochdreie und Gartenhof Drei bringt natürlich viel mit sich nämlich Dreidimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales.

00:18:26: Und mit all diesen Dingen glauben wir einen ganz, ganz guten Beitrag für die Regionen.

00:18:29: Für die Schulen und unsere Kinder, um unser Nachwuchs zu bringen – das Stichwort Nachheiligkeit!

00:18:36: Ja wirklich schöne Bilder, die wir da gesehen haben, Jürgen, auf so eine lustige Idee sozusagen auch entstanden.

00:18:41: quasi in den eigenen vier Wänden ist das oft so, dass Ideen im Prinzip direkt vor der eigenen Haustür liegen oder sogar in dem eigenen Haus?

00:18:49: Total, nächstes Beispiel mit der Family in den Wald gehen.

00:18:53: Dann sieht man, der Waldumbau muss dringend angepackt werden.

00:18:56: Was machen wir?

00:18:57: Wir versuchen jetzt Waldglassenzimmer zu spenden, das Ökosystem Wald zu reglären und Klima initiativ hinzumachen, Bäume zu pflanzen in den Regionen auch wenn eine Gesellschaftsaufgabe.

00:19:05: was passiert ist vor der Tür.

00:19:08: Nächstes Projekt welches vor allen Dingen anlässlich das Jubiläumsjahr stattfindet ist Muvit.

00:19:13: Also Muvid hat ja kein geringeres Ziel als wirklich das Land zu bewegen was ganz genau steckt dahinter.

00:19:20: Also MOVED ist eine gemeinsame Bewegungsaktion.

00:19:24: Wir haben das Motto deshalb gemacht, wir möchten die Region und den Menschen in der Region vor allem dem Ehrenamt und den Helden des Alltags dankeschön sagen.

00:19:36: Wir wissen, dass wir auf Millionen Spendengeiler haben.

00:19:39: Das Ehrenamnt verdient aus unserer Sicht eine deutlich bessere Sichtbarkeit Wenn man schon nach Nachwuchs kämpft, Entführungsverantwortungen in den Vereinen.

00:19:48: Wenn man eine Gesellschaft hat, die teilweise zu Hause vereinsamt oder Depressionen kommen, Gesundheitsprobleme ... Da liegt uns nahe das Kanschnur mit dem Hebel Bewegung und in der Verknüpfung mit Ehrenamt spielen.

00:20:03: Also haben wir die größte genossenschaftliche Bewegung vor, dass das Land je baden-württemberg gesehen hat.

00:20:09: Ganz verrückte Idee!

00:20:11: die letztes Jahr entstanden, meine Kollegin Dianita Bartholditsch und ich.

00:20:15: Wir durften bei einem Vortrag sein vom Jonas Teichmann.

00:20:19: Jonas Teuchmann im Begriff?

00:20:20: Ja, im Sportler!

00:20:21: Extrem Sportler, genau der hat verrückterweise hundertzwanzig Dreherlons lang Distanz in Rot in hundert zwanzig Tage infolge absolviert.

00:20:28: jetzt habe ich den mal klar angeschaut gesagt wir müssen uns treffen und dann kommt er zu uns ins Büro nach Stuttgart.

00:20:33: jetzt sagt er ist ein Stuttgarter nur sage Volltreffer.

00:20:36: wenn ein Markenbotschafter Belegter Mensch, hier eine Idee transportieren kann.

00:20:43: Dann genau der!

00:20:44: Also was haben wir gesagt?

00:20:45: Hast du Zeit für uns?

00:20:46: Da sagt er ja schon gerade auf Europaumrundung im Maus geschwönt.

00:20:49: Vierundzwanzig Kilometer Radle, zweihundertfünfzehnteinhalb

00:20:51: Meter.

00:20:52: Kommt im September wieder und dann hat er dreißig Tage Zeit.

00:20:55: Dann sagt die Dreißig-Tage kannst gleich blocken weil mir rennen ein Tausend vierhundert Kilometer Dreizig Tage, dreizig Mahathons in Folge durch ganz Baden-Württemberg von Mein Tolber an der Bodensee runter Schwarzwald und dann hinterher.

00:21:06: In

00:21:06: den verschiedenen

00:21:07: Regionen wird es sein.

00:21:08: Genau Das ist die Idee, drei Sicht Tage Marathon zu laufen.

00:21:13: Alle herzlich für die Bewegung jetzt schon ab heute einzuladen.

00:21:18: Ab April, September bis August fliegt dann das Ding durch die Decke.

00:21:23: Da werden wir überall sichtbar sein.

00:21:24: Wir haben verschiedene WD-Partnerschaften gemacht und Hauptsponsoren mit dabei, die unterstützen dieses Projekt.

00:21:30: Und jeder brennt in einem Selbstverständnis.

00:21:32: Das ist aller Ehren wert!

00:21:33: Wir wollen Teil dieser gemeinsamen Bewegung sein.

00:21:37: Man könnte jetzt ja natürlich meinen, wenn man schon ein Vorstand ist von so einem Gewinnspalfereien und eine solche Initiative in den Weg leidet, da muss man halt überall mitlaufen.

00:21:44: Ist das so?

00:21:45: Ja, also ich traue mir... Eigentlich

00:21:46: stimmen wir das Sport bevor!

00:21:48: Also dreißig Matans.

00:21:50: Ich bin schon auch in einem gewissen zarten Alter, ich trau mir nicht mehr.

00:21:54: dreißigtage Dreßig Matanz.

00:21:56: Aber ich habe so ein kleines Versprechen gemacht und das finde ich als Wertschätzung für die Partner-Verort, die sich anstrengen.

00:22:01: Die volksfeste Organisieren!

00:22:03: Für den letzten vier Kilometer also wenn der Jonas Achtterdreißig Kilometer gelaufen ist, werde ich bei den letzten four Kilometern für die Symbolik mitrennen und die Partner und die Kunden, die Menschen und die Gewinnsprache natürlich würdigen indem dass ich mich blicken lasse zu diesem Projekt.

00:22:18: Das ist ja eine gemeinsame Bewegung.

00:22:20: Du lebst und liebst das Projekt sozusagen.

00:22:23: Oder auch genau das, was du auch tust?

00:22:26: Du bist ja ursprünglich eigentlich Banker!

00:22:29: Und bist dann irgendwie über Umwegen bei diesem Gewinnsparverein gelandet.

00:22:35: War das für dich ein selbstverständlicher Weg?

00:22:37: Wolltest du da hin oder hast du da irgendwas Großes drin gesehen, wo du letztendlich auch deinen Purpose, wie man so schön sagt, deinen Sinn jetzt auch

00:22:45: findest?!

00:22:47: Es war eine ganz spannende Reise und auch nicht alltäglich.

00:22:51: In den ersten Berührungspunkt haben ich beim Genossenschaftsverband in Baden-Württemberg angefangen, in Stuttgart.

00:22:57: Ich war im Marketing- und Vertriebsbereich.

00:22:59: Da hat man auch die Produkte begleitet.

00:23:01: Und da war das Gewinnspeil auch mit drin.

00:23:03: Dann hat man das Produkt angeschaut ... Irgendwann ist der Präsident auf mich zugekommen und gesagt, was halten Sie vom Gewinmspeil?

00:23:12: Wir haben keine Losabsatzzahnen, die geringen Spenden-Summen.

00:23:16: Da kann man ja nichts bewegen und nach vorne bringen.

00:23:20: Dann habe ich einen Auftrag bekommen.

00:23:21: Ich soll einen Businessplan schreiben gemacht, geliefert oder präsentiert.

00:23:27: Und dann kam die Frage vom großen Gremium.

00:23:28: Jetzt brauchen wir noch jemandem was umsetzen?

00:23:30: Nein, nein!

00:23:31: Ich habe ein anderer Job und den will ich gar nicht machen.

00:23:34: Dann haben wir ihn dir gemacht.

00:23:35: Ich sollte einen neuen Gewinnspräferin zwei Jahre aufbauen ... Und danach kann ich hundert Prozent zurückkommen zum Genossenschaftsverband.

00:23:44: Und jetzt bin ich für zwanzig Jahre für dieses Produkt tätig.

00:23:48: Wahnsinn, und was treibt dich am Ende an?

00:23:50: Tag für Tag?

00:23:52: Also, Tag für tag trägt mich an – das ist….

00:23:55: Für mich muss ein Sinn dahinter stehen.

00:23:57: Das heißt, ich muss erkennen, es macht Sinn, dass ich meine Energie darauf konzentrier, meine Storgen einsetze Und Menschen motivieren, genauso ein Follower von Gewinnsparen zu sein.

00:24:07: Das fängt beim Team an und bei den Gremien an.

00:24:09: Und natürlich die Kunden, die es nachher kaufen.

00:24:11: Wenn wir sie nicht begeistern und mir selber nicht brennen für die Sache, dann können wir gleich vergessen.

00:24:16: Dann können wir das wiederzumachen.

00:24:19: Jeder Tag ist anders, außergewöhnlich.

00:24:22: Wenn man denkt mit einem vermeintlichen Finanzprodukt plötzlich ... im Wald zu stehen oder für die Gesellschaft einzustehen, das hat eine andere Fokussierung.

00:24:32: Das hat nichts mehr mit dem typischen reinen Finanzprodukt zu tun sondern mit der genossenschaftlichen Idee was einer alleine nicht vermagtes Vermögen viele und das ist der soziale Anker, das lebe ich auch privat gerne und das jetzt noch ein Business auszuleben und viele Follower zu finden.

00:24:49: mega also.

00:24:50: Ich bin da stolz drauf mitm Team so ein Produkt zu verantworten Und dann können wir nur Gas geben.

00:24:55: Lieber Jürgen, herzlichen Dank für diese spannende Einblicke zu einem Thema wo tatsächlich mehr drin steckt als man ursprünglich gedacht hatte.

00:25:03: Alles Gute für die Zukunft und euch natürlich.

00:25:04: eine tolle Movie-Daktion in diesem Jahr.

00:25:06: schon das hier was im Schubsaulstudium.

00:25:07: Wichtige Frage, laufst du mit den letzten vier Kilometer?

00:25:09: Selbstverständlich

00:25:11: kommt halt drauf an!

00:25:12: Wo?

00:25:12: Thank

00:25:14: you.

00:25:14: Aber das mag ich sehr gerne.

00:25:15: Also abgesehen davon, ich laufe tatsächlich sehr gerne... Wer als vier Kilometer kriege ich sogar hin.

00:25:21: Liebe Zuschauer, das war es wieder soweit an dieser Stelle.

00:25:23: Herzlichen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal!

00:25:26: Alles Gute!

00:25:27: Tschüss.

Über diesen Podcast

Moderator Rolf Benzmann trifft Unternehmer, Vordenker und Vorbilder aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Alle zwei Wochen als Podcast und als TV-Sendung bei Regio TV und im CHEFSACHE YouTube Kanal.

Die Gäste bei CHEFSACHE zeigen, wie sie konkret in Ihrem Bereich Verantwortung tragen und sich für Gesellschaft, Umwelt und gute Unternehmensführung (ESG) einsetzen. Anhand der eigenen Geschichte erzählen die Gäste ihren persönlichen Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Daneben geben die Gäste oft auch nützliche Tipps und Einblicke zu mehr Finanzkompetenz und Unabhängigkeit.

Rolf Benzmann ist Geschäftsführer von Regio TV Bodensee und Leiter der Regio TV Gruppe, dem größten privaten TV Sender in Baden-Württemberg.

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